shutterstock woman over 35Welche Wirkstoffe stecken in den besten Cremes ? Von A wie Aloe Vera bis Z wie Zink

In gehobenen Kosmetika stecken viele Wirkstoffe. Wie sie wirken, steht aber oft nicht auf der Verpackung. Doch auch wer kein Chemiker, Kosmetiker oder Hautarzt ist, kann mit Hilfe der sogenannten INCI-Liste, die International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, Informationen über das Schönheitsprodukt bekommen. 
Das Register listet die häufigsten in kosmetischen Mitteln verwendeten Stoffe mit ihren chemischen Bezeichnungen sowie deren Wirkung auf. Mit etwas Know-how kann auch der Laie recht schnell beurteilen, ob das Produkt, das er verwendet, hält, was es verspricht.
Was in der jeweiligen Creme, Serum oder Maske steckt, findet sich auf der Verpackung oder auf dem Etikett.  Die Grundlage jedes Kosmetikprodukts bilden Basisstoffe. Sie stehen im oberen Drittel der Zutatenliste. Die Wirkstoffe befinden sich im Mittelfeld der Liste. Sie werden verwendet, wenn neben der generellen Pflege spezielle Effekte erwünscht sind – wie Fältchen glätten, die sensible Haut beruhigen oder Pickel verhindern. Je höher die Konzentration der Wirkstoffe, desto weiter oben rangieren sie auch auf der INCI-Liste. Hier ein  kleiner Überblick der gängigsten Wirkstoffe:

Aloe Vera: wird sehr vielseitig eingesetzt. In Cremes mildert sie Hautirritationen und wirkt als Super-Feuchtigkeitspender. Unterstützt auch den Regenerationsprozess der Haut. In konzentrierter Gelform lindert Aloe Vera gerötete, entzündete Haut (z.B. bei Sonnenbrand).


Aminosäuren unterstützen als Inhaltsstoffe von Cremes die Regeneration.

 

Centella asiatica (Tigergras): wirkt gegen Entzündungen und regeneriert die Haut. Zusätzlich fördert es den Kollagenaufbau und die Durchblutung. Es wird daher gerne auch in Anti-Cellulite-Produkten eingesetzt. 


Ceramide dienen der Barrierefunktion der Epidermis (oberste Hautschicht). Ceramide sorgen hier dafür, dass die Haut einerseits keine Feuchtigkeit verliert und andererseits keine Schadstoffe eindringen können. Verschiedene Wirkstoffe wiederum können eingekapselt in Ceramiden die Epidermis durchdringen. In Cremes gleichen die Stoffe einen Mangel an hauteigenen Fetten aus.


Glycosphingolipide (GSL): darunter versteht man eine Gruppe von Lipiden, die am Aufbau von Zellmembranen beteiligt sind. Sie enthalten einen Ceramid-Anteil, und einen Kohlenhydratanteil. Fazit: mit Hilfe der GSL können Wirkstoffe ebenfalls in die tieferen Hautschichten eingeschleust werden. 

 

Granatapfelsamen (Punica Granata): beruhigt juckende, trockene und empfindliche Haut; wird gerne in Anti-Aging-Produkten eingesetzt, da es auch der Faltenbildung entgegen wirkt.

 

Grüntee-Extrakt (Camelia Sinensis): hat einen hohen Gehalt an Polyphenolen und wird als Radikalfänger genutzt. Die antioxidative Wirkung ist doppelt so hoch wie die von Vitamin E. Es ist entzündungshemmend und wirkt tonisierend. Daher auch gut für Gesichtswasser geeignet.

 
Hammamelis: wirkt wegen seiner reizlindernden Eigenschaften hervorragend gegen Hautunreinheiten, Sonnenbrand, Ausschlag, fettige Haut und auch gegen Krampfadern.

 

Hordeum vulgare: das Weizenkeimextrakt wirkt geschmeidig und weichmachend und wird daher gerne für Gesichtscremes aber auch Haarpflegeprodukte verwendet. Es schützt die Haut vor schädigenden Einwirkungen durch äußere Einflüsse.


Mäusedorn (Ruscus Aclaetus Root Exctract): ist ein wahrer Alleskönner. Es wirkt antibiotisch und entzündungshemmend (unreine Haut), wirkt gegen Schwellungen (vor allem im Augenbereich) und wird auch gegen Hautrötungen und in der Anti-Cellulite-Behandlung eingesetzt.  

 

Hyaluronsäure oder Glycosaminoglycan ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes. Sie ist für die Wasserbindungsfähigkeit der Haut verantwortlich und kommt in der Oberhaut und den darunter gelegenen Bindegewebsschichten vor. Hya-Säure hilft, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und das Hautbild zu glätten.  

 

Koffein: hautstraffend, entwässernd und durchblutungsfördernd. Es ist dahr sehr beliebt in der Herstellung von Augengels (gegen Augenringe), in Gesichtsmasken und in der Anti-Cellulite-Pflege.


Panthenol (Dexpanthenol oder D Panthenol ) ist die stabilere Form des B-Vitamins Pantothensäure. In Hautpflegepräparaten sorgt es für eine verbesserte Hautfeuchtigkeit, indem es tief in die unteren Hautschichten eindringt und dort Wasser bindet. Panthenol  fördert den Energiestoffwechsel der Hautzellen und deren optimale Ernährung. Es regt, ähnlich wie das Vitamin A, die Teilung der Hautzellen an. 

 

Retinol (Vitamin A) ist ein wichtiges Antioxidans, das vor freien Radikalen schützt. Es kommt in Milchprodukten, Karotten, Aprikosen, Paprika und Fischöl vor. Als Kosmetikprodukt wird es zum Schutz vor Umweltbelastungen aufgetragen. Außerdem unterstützt es die Regeneration geschädigter Hautzellen und beugt der Faltenbildung vor. 


Salycylsäure: wirkt bei unreiner Haut. Außerdem erhöht es die Wirkung anderer Stoffe. Und sie hilft, Hornhaut an besonders belasteten Hautstellen wie beispielsweise den Füßen abzutragen. Der Wirkstoff wird auch bei chemischen Peelings zur Glättung der Gesichtshaut eingesetzt.

 

Schachtelhalm: enthält viele Mineralstoffe und Kieselsäure und wirkt daher kräftigend auf Haar und Nägel sowie das Bindegewebe der Haut. Die darin enthaltenen Kaffeesäurederivate sorgen zusätzlich für eine durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung bei Hautunreinheiten. 

 

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia): wirkt reinigend, klärend und stärkend auf das Hautgewebe. Es wird daher bevorzugt in der Pflege gegen Pickel eingesetzt. Durch seine antivirale und antibiotische Wirkung aber auch gegen jede Form von Entzündung.  

 

Vitamin B12: wirkt gegen trockene, zu Schuppenbildung neigende, aber auch unreine Haut. Hilft zerstörte Hautzellen zu regenerieren. 


Zink: wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und desinfizierend. Zink fördert bei Hautverletzungen den Wundverschluss, da es eine Art Klebstoff bildet. In Pflegecremes wirkt es optimal gegen alle Arten von Hautunreinheiten.